Effizienter und umweltfreundlicher: Prozessoptimierung durch Industrial IoT

Intelligente Technologien können die industrielle Fertigung und die Lieferketten revolutionieren. Das zeigte das diesjährige IT-Kolloquium des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik. Expert:innen aus Industrie und Forschung präsentierten neueste Forschungsergebnisse und innovative Anwendungen aus dem Bereich Industrial Internet of Things (IIoT).

IIoT-Technologien ermöglichen die intelligente Vernetzung industrieller Systeme und optimieren Prozesse in Echtzeit. Sie sorgen damit für Effizienzsteigerungen und verringern gleichzeitig die Umweltbelastung. Das IT-Kolloquium – eine Veranstaltung des OVE mit Unterstützung der Technischen Universität Wien und des AIT Austrian Institute of Technology – stellte die Potenziale für die digitale und grüne Transformation ebenso in den Fokus wie Herausforderungen und Sicherheitsaspekte. Die hochkarätigen Vorträge behandelten aktuelle Forschungsfragen und praktische Anwendungsbeispiele.

Forschungsergebnisse zeigen Potenziale

Wie digitale Zwillinge und Künstliche Intelligenz helfen, die Mobilfunknetze für Industrie und Bahn zu optimieren, zeigte Philipp Svoboda (TU Wien) in seinem Vortrag. Rekonfigurierbare intelligente Oberflächen als Schlüsseltechnologie für einen energieeffizienten Betrieb von 6G-IIoT-Systemen, standen bei Thomas Zemen (AIT) im Mittelpunkt. Thilo Sauter (TU Wien) beleuchtete Sicherheitsaspekte in der Automatisierung und sprach sich für einen ganzheitlichen Ansatz aus. Hochfrequenz-Designs, die drahtlose Sensor- und Kommunikationsknoten bei extrem niedrigem Stromverbrauch ermöglichen, thematisierte Jasmin Grosinger (TU Graz). Holger Arthaber (TU Wien) präsentierte innovative Lokalisierungstechnologien für eine effiziente Indoor-Logistik.

Praktische Anwendungen im Fokus

Können Fluglotsen remote arbeiten? Mit innovativen Sensortechnologien sei Flugverkehrsmanagement durch Remote Tower möglich, zeigte sich Monika Haselbacher (Frequentis) überzeugt. Harald Nigl (Magenta Telekom) ging darauf ein, wie Narrowband-IoT über Satellit die terrestrischen Netze verbessern kann und präsentierte bestehende Anwendungsfälle. Die LoRaWAN-Technologie und ihre positiven Auswirkungen auf die Kreislaufwirtschaft stellte Philipp Jennewein (Hutchison Drei) in den Fokus. Dass die Nachrüstung von intelligenten Sensoren die Wartung von Anlagen revolutionieren kann, zeigte Veronika Putz (Linz Center of Mechatronics) in ihrem Vortrag. Thomas Lüftner (Bridgecom Semiconductors) thematisierte, wie drahtlose 5G-Netze für die intelligenten Fabriken der Zukunft realisiert werden können.

„Unsere Vortragenden haben beeindruckende Forschungsergebnisse präsentiert und Einblicke in zukunftsweisende Anwendungsbeispiele gewährt. Damit hat das IT-Kolloquium wieder eindrucksvoll gezeigt, wie innovative Technologien aus der Informationstechnik den Weg zur digitalen und nachhaltigen Wirtschaft ebnen.“
OVE-Generalsekretär Peter Reichel

OVE Presse

Mag. Cornelia Schaupp
Leitung Presse und Kommunikation

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